FIFA
Pressemitteilung

Fédération Internationale de Football Association

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Dienstag 04 August 2026, 13:30

FIFA präsentiert Nachhaltigkeits- und Menschenrechtsstrategie für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Brasilien 2027™

  • 27 zielgerichtete Initiativen in den Bereichen Umweltschutz, Menschenrechte und lokale Wirtschaftsentwicklung

  • Massnahmen zur Förderung der Barrierefreiheit, zum Schutz betroffener Interessengruppen sowie zur Bekämpfung von Diskriminierung

  • Umfassender Ansatz von der Vorbereitung über die Durchführung bis hin zum Vermächtnis des Turniers in den acht Spielorten in Brasilien

Die FIFA hat heute die Nachhaltigkeits- und Menschenrechtsstrategie für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Brasilien 2027™ präsentiert. Mit einem Aktionsplan legt der Weltfussballverband darin dar, wie Umweltschutz, die Einhaltung der Menschenrechte sowie die Entwicklung der lokalen Wirtschaft in die Austragung der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Brasilien 2027™ integriert werden.

Die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™, die 2027 mit Brasilien erstmals in Südamerika stattfindet, will mit dem Fussball auf und neben dem Platz Positives bewirken und setzt sich daher mit zielgerichteten Initiativen für konkrete soziale, ökologische und wirtschaftliche Anliegen im Land ein.

„Bei dieser Strategie geht es darum, Ziele in Taten umzusetzen“, sagte FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström.

„Von der Bekämpfung von Emissionen und der Minderung von Abfall über Massnahmen zum Schutz der Arbeitnehmerrechte bis hin zur Schaffung eines sicheren Turnierumfelds und der Anwendung des FIFA-Kodex für ein nachhaltiges Beschaffungswesen bei Anschaffungen für das Turnier wollen wir konkrete Ergebnisse erzielen, die in Brasilien ein bleibendes Vermächtnis hinterlassen sollen.“

Die Strategie umfasst 15 Ziele, die mithilfe von 27 Initiativen in den vier Bereichen Soziales, Umwelt, Wirtschaft und Unternehmensführung erreicht werden sollen, indem Nachhaltigkeitsaspekte in jede Organisationsphase integriert werden.

„Die Strategie wurde im Rahmen eines Dialogs mit den Interessengruppen entwickelt. Dabei wurden Anregungen von Behörden, den Spielorten, lokalen Gruppen und internationalen Organisationen berücksichtigt“, betonte FIFA-Frauenfussballdirektorin Sarai Bareman. „Die Strategie entspricht sowohl internationalen Standards als auch den spezifischen Prioritäten Brasiliens und soll so im Rahmen der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Brasilien 2027 bedeutende und nachhaltige Veränderungen bewirken.“

Im Bereich Soziales mindert die FIFA mit Kinder- und Erwachsenenschutzrichtlinien sowie entsprechenden Verfahren das Risiko von Schäden durch Missbrauch und Belästigung, einschliesslich geschlechtsbezogener Gewalt. Dazu kommen verschiedene Massnahmen zur Bekämpfung von Diskriminierung, die Einrichtung eines vertraulichen Meldesystems mit verschiedenen Kanälen sowie die Förderung der Barrierefreiheit in den Stadien und Spielorten, um für alle akkreditierten Personen, Arbeitnehmer und Fans ein sicheres und inklusives Erlebnis zu schaffen.

Beim Umweltschutz sieht die Strategie ein Verzeichnis der Treibhausgasemissionen, Initiativen zur Abfallbewirtschaftung durch Vermeidung, Wiederverwendung und Recycling sowie Massnahmen zum Schutz der Biodiversität vor.

Bei der Wirtschaftsentwicklung steht die lokale Beschaffung im Zentrum, damit brasilianische Unternehmen direkt an der Lieferkette der Veranstaltung teilhaben können. Die langfristige Nutzung der Turnierinfrastruktur und des Materials wird im Sinne der Nachhaltigkeit ebenfalls gefördert.

Im Bereich Unternehmensführung sind schliesslich die Einbindung des FIFA-Kodex für ein nachhaltiges Beschaffungswesen in die Beschaffungsprozesse des Turniers, Schulungen für Interessengruppen sowie strukturierte Aktionspläne zur Überwachung der Fortschritte sowie zur Gewährleistung der Rechenschaftspflicht geplant.