FIFA
Pressemitteilung

Fédération Internationale de Football Association

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Mittwoch 17 Juni 2026, 22:00

Wegweisende FIFA-Veranstaltung vor dem Internationalen Tag gegen Hetze

  • FIFA in Atlanta (USA) im Dialog mit wichtigen Interessengruppen über praktische Lösungen zur Bekämpfung von Hetze

  • Veranstaltung rund um die Frage „Hass stoppen, Fussball schützen – was hilft wirklich gegen Hetze?“, um Diskriminierung im Internet und im realen Leben zu bekämpfen

  • Mehr als 30 Millionen beleidigende Beiträge und Kommentare vom FIFA-Dienst zum Schutz vor Anfeindungen in den sozialen Medien seit der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™ gelöscht

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Hetze haben die FIFA, TikTok und die Stadt Atlanta eine hochkarätige Gruppe aus Spielern, Politikern, Technologieexperten und lokalen Vertretern ins National Center for Civil and Human Rights eingeladen. Im Zentrum der Podiumsdiskussion, die einen Tag vor dem WM-Spiel zwischen Tschechien und Südafrika im Atlanta-Stadion stattfand, standen praktische Lösungen zur Bekämpfung von Hetze sowie zum Schutz des Fussballs als globale völkerverbindende Kraft für den Sport und die Gesellschaft.

Die Veranstaltung unter dem Titel „Hass stoppen, Fussball schützen – was hilft wirklich gegen Hetze?“ diente nicht nur der Sensibilisierung, sondern befasste sich auch mit konkreten Massnahmen gegen Diskriminierung, Rassismus und Beleidigungen – sowohl auf als auch neben dem Platz.

Eine Koalition für den Wandel

Die Podiumsdiskussion vereinte unterschiedliche Perspektiven aus den Bereichen Sport, Wirtschaft und Technologie, namentlich George Weah (Ehrenkapitän des FIFA-Spielerausschusses und FIFA-Weltfussballer 1995), Mercy Akide (Mitglied des FIFA-Spielerausschusses und ehemalige nigerianische Nationalspielerin), Candace Stanciel (Direktorin für soziale Verantwortung der Stadt Atlanta), Eric Ebenstein (Direktor für öffentliche Politik bei TikTok Global) sowie David Gerson (US-Schiedsrichter und Mentor von Refs Need Love Too).

Zu Beginn der Diskussion schilderte George Weah die Lage von Spielern, die Ziel von Hass sind, und wies darauf hin, wie viel der Fussball bewirken kann.

FIFA Anti Racism Event in Atlanta

„Wenn ich zurückblicke, hat sich nichts geändert. Ich habe rassistische Übergriffe erlebt, als der Rassismus seinen Höhepunkt erreichte. Und noch immer sprechen wir darüber. Im Fussball geht es nicht nur um Sport, sondern auch um Zusammengehörigkeit.“

„Es gibt viele Kräfte, die den Fussball zerstören wollen. Der Fussball steht für Frieden und Einheit. Was wir hier gemeinsam mit der FIFA und dem FIFA-Präsidenten tun, kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Wenn wir zulassen, dass diese Dinge auf der Strecke bleiben, wird der Fussball zerstört. Deshalb kämpfen wir und versuchen, Jugendliche zu sensibilisieren, damit sie zu liebevollen Menschen heranwachsen und nicht nur zu Menschen, die den Fussball mögen. Diskriminierung hat in unserer Gesellschaft keinen Platz.“

Die Podiumsdiskussion, die von der in Atlanta wohnhaften Sportjournalistin Simone Scott moderiert wurde, befasste sich zuerst damit, wie sich Hetze im Fussball und der Gesellschaft zeigt, ehe die folgenden drei operativen Bereiche im Blickpunkt standen: die Entschlüsselung der sich wandelnden Form digitaler und physischer Hassreden, die Identifizierung wirkungsvoller Massnahmen sowie die Umsetzung institutioneller Pflichten in messbare Ergebnisse.

„Dies war eine grossartige Veranstaltung anlässlich des Internationalen Tages gegen Hetze“, sagte Candace Stanciel. „Die FIFA engagiert sich sehr für dieses Anliegen. Die Würdigung von Städten, die sich für Menschenrechte einsetzen, ist deshalb ein grosses Geschenk.“

„Bei der Podiumsdiskussion konnten wir uns wirklich damit auseinandersetzen, wo die Probleme liegen, was wirklich funktioniert und welche Verpflichtungen wir eingehen können. Egal ob Spieler, Schiedsrichter, Bürgermeister einer Stadt, die ein Turnier veranstaltet, oder jemand, der sich für einen besseren Sport einsetzt – mit der internationalen Erfahrung der FIFA können wir wirklich über Menschenrechte reden. In dieser Diskussion können wir wirklich eine globale Perspektive einnehmen.“

FIFA Anti Racism Event in Atlanta

Mercy Akide sagte zur Veranstaltung: „Es gibt keinen besseren Zeitpunkt für diese Veranstaltung. Allein diese Gemeinschaft hat mir Kraft gegeben, denn es ist wirklich eine Gemeinschaft, in die wir alle einbinden müssen. Nachdem ich der Podiumsdiskussion zugehört habe, will ich noch mehr tun.“

Ein wichtiges Mittel in diesem Zusammenhang ist der FIFA-Dienst zum Schutz vor Anfeindungen in den sozialen (SMPS), mit dem die FIFA Onlinebeleidigungen in Echtzeit überwacht und abfängt, um Spieler, Teams und Offizielle zu schützen.

Seit seiner Einführung hat der SMPS bei den globalen Turnieren und Veranstaltungen der FIFA für einen starken Schutz gesorgt. Mehr als 250 Millionen Kommentare und Beiträge wurden geprüft, wobei über 30 Millionen beleidigende Kommentare und Posts entdeckt wurden.

Auch bei der laufenden FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ bietet der Dienst einen proaktiven digitalen Schutz für alle Turnierteilnehmer. Seit Turnierbeginn am 11. Juni wurden über 3,8 Millionen Kommentare und Beiträge geprüft, von denen 388 000 aufgrund ihres beleidigenden Inhalts entfernt wurden. Während der gesamten Dauer der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022™ waren zum Vergleich 287 000 solche Posts und Kommentare gelöscht worden.

FIFA Anti Racism Event in Atlanta

Das Forum in Atlanta fand unter dem Dach der globalen FIFA-Motion gegen Rassismus statt, die sich mit Aufklärung an der Basis, Fanbeteiligung und massgeschneidertem Material für Fussballverbände weltweit für einen systematischen Wandel einsetzt.

Die Veranstaltung endete mit einer feierlichen Zeremonie. Um den Worten Taten folgen zu lassen, versprach jeder Diskussionsteilnehmer konkrete, auf die jeweilige Region zugeschnittene Massnahmen und betonte damit die Kernbotschaft des Tages, denn Hetze kann nur nachhaltig bekämpft werden, wenn alle Akteure auf den einzelnen Ebenen des Fussballs ihren Beitrag leisten.

FIFA Anti Racism Event in Atlanta