Initiative zugunsten von 15 Organisationen in ganz Brasilien, die Fussball für soziale Zwecke einsetzen, um die Chancen für Mädchen und Frauen durch den Fussball zu verbessern
FIFA‑Unterstützung für Projekte mit sozialer Wirkung im Gastgeberland als Teil des Turniervermächtnisses
Auftaktveranstaltung am vergangenen Montag in São Paulo
In der weltweiten Fussballgemeinschaft steigt die Vorfreude auf ein wegweisendes Ereignis im kommenden Jahr, wenn die FIFA Frauen‑Weltmeisterschaft™ erstmals in Südamerika ausgetragen wird. Gastgeber dieses prestigeträchtigen Turniers ist nämlich Brasilien. Die FIFA bereitet sich auf die grösste Frauensportveranstaltung der Welt vor und ergreift gleichzeitig die Gelegenheit, über das Turnier hinaus eine nachhaltige Wirkung zu erzielen, indem sie Initiativen zu wichtigen gesellschaftlichen Themen unterstützt und umsetzt.
Mit diesem Ziel vor Augen freut sich die FIFA, eine gemeinsame Initiative mit Common Goal zu lancieren. Common Goal ist eine globale Bewegung, die Spieler, Organisationen (einschliesslich Klubs) und Fans zusammenbringt, um dank der Kraft des Fussballs und durch gemeinschaftlich getragene Projekte weltweit positiven sozialen Wandel zu bewirken. Gemeinsam lancieren die beiden Organisationen die Initiative „Equal Play Effect“ in Brasilien, um die Gleichstellung der Geschlechter im Fussball und in der Gesellschaft voranzutreiben.
Aline Pellegrino, ehemalige brasilianische Nationalspielerin und Direktorin für Nachhaltigkeit und Interessengruppen für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027™, erklärte bei der Auftaktveranstaltung am vergangenen Montag in São Paulo, dass die Zusammenarbeit mit Common Goal bei der Initiative „Equal Play Effect“ in Brasilien mit den Zielen der FIFA für das Turnier im Einklang stehe. „Die Frauen-WM in Brasilien ist ein wichtiger Meilenstein – nicht nur wegen ihres sportlichen Erfolgs, sondern auch, weil wir dank Initiativen wie dieser ein ganzes Land dazu bewegen können, die nächsten Generationen von Frauen zu fördern“, sagte Pellegrino.
„Im Rahmen der Nachhaltigkeitspläne für die Frauen-WM fokussieren wir uns auf drei Säulen zur Stärkung des Frauenfussballs in Brasilien, einschliesslich der Infrastruktur. Der soziale Beitrag ist ebenfalls ein zentraler Bestandteil. Unser Ziel ist es, Geschlechterungleichheiten abzubauen sowie Frauen im Fussball und in der Gesellschaft zu stärken. Die Zusammenarbeit mit Common Goal wird das Profil und die Reichweite unserer Bemühungen in diesem Bereich erhöhen“, fügte sie hinzu.
„Equal Play Effect“ ist eine globale Gemeinschaftsinitiative, die 2020 von Common Goal, Soccer Without Borders und Women Win unter dem Namen „Global Goal 5 Accelerator“ ins Leben gerufen wurde. Im Fokus steht die Förderung der Gleichstellung der Geschlechter in Gemeinschaften weltweit, in denen Fussball für soziale Zwecke eingesetzt wird. Seit seiner Einführung haben 101 Organisationen in 57 Ländern an dem Programm teilgenommen, das mehr als 250 000 Jugendliche in aller Welt erreicht hat.
Common Goal und die „Equal Play Effect“-Initiative trugen beide bereits bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2023™ in Australien und Neuseeland wesentlich zur positiven Dynamik bei. Bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ im nächsten Jahr unterstützt und finanziert die FIFA das „Equal Play Effect“-Projekt als Teil des Vermächtnisses des wichtigsten Frauenturniers, wobei ihr Ansatz auf die Bedürfnisse des Gastgeberlandes zugeschnitten sein wird.
Obwohl der Frauenfussball in Brasilien in den letzten Jahren stark gewachsen ist, sehen sich die Frauen weiterhin mit Herausforderungen konfrontiert, etwa in Bezug auf Geschlechterungleichheiten und Frauenfeindlichkeit in Sport und Gesellschaft. Daher hat dieses Thema für viele Interessengruppen der FIFA Frauen‑Weltmeisterschaft 2027™ hohe Priorität, und die Beteiligung von Common Goal wird die gemeinsamen Anstrengungen zur Bewältigung dieser Herausforderungen weiter stärken.
Im Rahmen dieser Partnerschaft arbeitet Common Goal mit 15 Organisationen in ganz Brasilien zusammen, die Fussball für soziale Zwecke einsetzen, um Mädchen und Frauen mehr Chancen zu eröffnen und zugleich ein sicheres und inklusives Umfeld auf und neben dem Platz zu schaffen. Diese Initiativen richten sich an städtische und ländliche Gemeinden in allen brasilianischen Bundesstaaten, einschliesslich aller acht Austragungsorte der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027™/womens/womensworldcup/brazil-2027. Die erste Phase des Programms soll bis März 2027 abgeschlossen sein.
In den letzten sechs Monaten haben die beteiligten lokalen Organisationen in einem gemeinsamen Lern- und Umsetzungsprozess zusammengearbeitet, um sowohl intern als auch in ihrem lokalen Umfeld Chancen zu identifizieren. Jede Organisation hat einen massgeschneiderten Aktionsplan zur Geschlechtergleichstellung entwickelt, der zentrale Prioritäten und konkrete Massnahmen zur Stärkung der Gleichstellung in den Bereichen Führung, Programme, Kinder- und Erwachsenenschutz sowie gesellschaftliches Engagement festlegt.
„Während meiner Kindheit in Brasilien träumte ich davon, dass hier eines Tages die Frauen-WM ausgetragen wird. Jetzt haben wir die einmalige Gelegenheit, dafür zu sorgen, dass das Turnier nicht nur ein Fest des Spitzenfussballs wird. Sein wahres Vermächtnis entsteht ausserhalb der Stadien. In ganz Brasilien ermöglichen Kinderfussballorganisationen Mädchen durch Fussball neue Perspektiven – lange bevor das Thema im Rampenlicht stand. Mit ,Equal Play Effect‘ wollen wir diese Gemeinschaften stärken und den Fussball zu einer nachhaltigen Plattform für Geschlechtergleichstellung und sozialen Wandel machen“, sagte Júlia Pimenta, Hauptverantwortliche bei Common Goal für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027™.
Dank der gemeinsamen Initiative von FIFA und Common Goal in Brasilien können drei führende Organisationen des Landes – Instituto Esporte Mais, Empodera und Instituto Futebol de Rua – ein nationales Netzwerk von zwölf Organisationen mit sozialer Wirkung koordinieren: Formação, O Pequeno Nazareno, love.fútbol, Fazer Acontecer, Fundação Gol de Letra, Instituto Brasileiro de Futebol Feminino, Fundação Esportiva Educacional Pró Criança e Adolescente, Meninas Em Campo, Pazear, Plan International Brazil, Gol Girls und Fundação Angélica Goulart.