Tahith Chongs vierter Vorname Djorkaef als Hommage an den französischen Weltmeister Youri Djorkaeff
Chong einziger auf Curaçao geborener Spieler seines Teams bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ – mit Wurzeln und einem Haarschnitt, die weltweit Aufmerksamkeit erregt haben
Historische Premiere für Curaçao als kleinste Nation, die sich je für eine FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ qualifiziert hat, mit dem ersten WM-Tor und dem ersten WM-Punktgewinn vor dem Aus in der Gruppenphase
Als einziger auf Curaçao geborener Spieler im Kader für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ nahm Tahith Chong innerhalb der Mannschaft eine Sonderstellung ein. Der Mittelfeldspieler, dessen vollständiger Name Tahith Jose Girigorio Djorkaef Chong lautet, sorgte jedoch nicht nur auf dem Platz für Gesprächsstoff: Seine Geschichte verkörpert die Vielfalt, die globale Dimension und die kulturellen Wurzeln des Fussballs wie kaum eine andere.
Chong wurde in der Hauptstadt Willemstad geboren und ist Urenkel eines chinesischen Einwanderers, der in den 1940er-Jahren auf die Karibikinsel kam. Als Kind zog Chong in die Niederlande, wo er in den Nachwuchsabteilungen von Feyenoord Rotterdam und Manchester United ausgebildet wurde und sämtliche niederländischen Juniorennationalteams von der U-15 bis zur U-21 durchlief. Seine Profikarriere führte ihn nach England, Deutschland und Belgien.
Sein markanter Haarschnitt hat ihm immer wieder Vergleiche mit der kolumbianischen Legende Carlos Valderrama eingebracht. Zudem geht einer seiner Vornamen auf einen berühmten französischen Fussballer zurück. So vereint Chong Einflüsse aus nahezu allen Teilen der Welt.
„Mein Vater ist natürlich ein grosser Fussballfan. Er schwärmte für [Youri] Djorkaeff, was den Vornamen erklärt“, erzählte Chong.
Nachdem Chong in allen drei Spielen Curaçaos bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ in der Startelf gestanden und dem Inselstaat geholfen hatte, als flächen- und bevölkerungsmässig kleinste Nation der WM-Geschichte für Furore zu sorgen, folgte zum Abschluss ein ebenso symbolträchtiger wie persönlicher Höhepunkt: die Begegnung mit seinem Namensgeber.
Nach Curaçaos Niederlage gegen die Elfenbeinküste im letzten Gruppenspiel der Gruppe E kam es in Philadelphia (Pennsylvania) zu einem Treffen zwischen Chong und dem leitenden FIFA-Fussballberater Youri Djorkaeff. Der Weltmeister von 1998 überreichte Chong ein Trikot. Es war ein einmaliger Moment, ermöglicht durch die einzigartige Strahlkraft und einende Wirkung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™.
„Ihn persönlich zu treffen, ist einfach unglaublich. Danke, dass ihr dies möglich gemacht habt. Wenn mein Vater dies sieht, macht er auf der Tribüne vermutlich gerade Freudensprünge. Ihn kennenzulernen, ist eine grosse Ehre“, sagte Chong, der sich erst im vergangenen Jahr für Curaçaos Nationalteam entschieden hatte. „Mein Vater wird noch sehr lange davon erzählen. Er hat ihn [Djorkaeff] zu Hause mehrfach erwähnt und immer wieder betont, was für ein herausragender Spieler er war. Deshalb bedeutet mir diese Begegnung sehr viel.“
Auch für Djorkaeff war die Begegnung etwas Besonderes.
„Ich habe ein Trikot für ihn dabei, das ich ihm schenken werde. Er soll es einfach geniessen und weiterhin so gut spielen. Er hat etwas von einem Djorkaeff an sich“, sagte der Franzose.
„Seinen linken Fuss hätte ich gern gehabt. Für mich ist das ebenfalls eine grosse Ehre. Es ist etwas ganz Besonderes zu erfahren, dass jemand denselben Namen trägt, weil seine Familie und insbesondere sein Vater mich als Spieler bewundert haben. Er und das ganze Team haben wirklich toll gespielt.“
Trotz des Ausscheidens nach zwei Niederlagen und einem Unentschieden war Curaçao bei seiner ersten FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ weit mehr als nur eine Randnotiz. Gegen das grosse Deutschland gelang Curaçao sogar ein Tor: Livano Comenencia glich die Partie in Houston (Texas) mit einem sehenswerten Treffer noch vor der Pause aus. Anschliessend sicherte sich die Blue Wave ihren ersten Punkt bei einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™, indem sie Ecuador in Kansas City (Missouri) ein 0:0 abrang – nicht zuletzt dank einer viel beachteten Leistung von Torhüter Eloy Room.
„Curaçao hat mich wirklich beeindruckt.Die kleinste Nation dieser FIFA Fussball-Weltmeisterschaft – aber was für ein Team“, sagte Djorkaeff nach der Partie in Philadelphia.
„Was mir besonders gefällt, ist ihre technische Stärke, die uns in Europa manchmal etwas fehlt. Wir sind bisweilen zu berechenbar. Diese Jungs verfügen über starke Dribblingqualitäten. Es war eine sehr unterhaltsame Partie“, sagte er weiter. „Wir lernen von ihnen, und sie lernen von uns. Vor allem aber zeigen sie etwas Einzigartiges, nämlich dass im Fussball alles möglich ist. Wirklich alles. Wer fest an sich glaubt, kann es bis zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft schaffen.“
Genau diese Art von französischer Spielfreude war es, die Chongs Vater einst in ihren Bann zog.
„Mein Vater hat mir früher immer wieder Videos von ihm gezeigt. Wie gesagt, er war ein grosser Fan von Djorkaeff, und deshalb bin ich mit Videos und Highlights von ihm aufgewachsen“, sagte Chong.
Der Junge, der einst von Djorkaeff inspiriert wurde, ist heute zusammen mit seinen Teamkollegen selbst zum Vorbild für eine neue Generation von Fussballern auf Curaçao geworden.