FIFA
Mittwoch 08 Juli 2026, 21:20

Eduardo Granados: Bindeglied zwischen der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ und Mexiko 1986

  • Ehrenamtlicher Helfer Eduardo Granados als Bindeglied zwischen der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ und der legendären WM 1986 als stiller Held geehrt

  • Nach Rückenproblemen mit 15 ehrenamtlicher Helfer statt Fussballprofi

  • Akkreditierung von 1986 nach unvergesslichem Turnier und Kennenlernen von Pelé und Rivellino in Ehren gehalten

Wenn die Spieler vor den Spielen der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ ins Stadion einlaufen, richten sich die Scheinwerfer direkt auf das grosse Spektakel: Die Flaggen werden ausgerollt, die Nationalhymnen erklingen, und freudige Anspannung liegt in der Luft. Hinter dem Protokoll vor dem Spiel und den reibungslosen Abläufen beim Einlass und auf den Rängen steckt jedoch ein engagiertes Team, das den Zuschauern mit seinem begeisterten Einsatz zu einem unvergesslichen Erlebnis verhilft. Diese Menschen sind zweifellos der Herzschlag des Turniers.

Die grösste FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ aller Zeiten wäre ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer, die voller Leidenschaft ihre Zeit und Kraft opfern, gar nicht denkbar. Unter den vielen Geschichten der Tausenden von Freiwilligen, die die Welt in Guadalajara (Mexiko) willkommen heissen, sticht die von Eduardo Granados heraus. Sie schlägt nämlich eine Brücke zwischen der glorreichen Fussballvergangenheit des Landes und der pulsierenden Gegenwart des Weltfussballs.

Granados begeisterte sich schon als Kind für den Fussball. Wie viele junge Mexikaner träumte auch er von einer Karriere als Profi und Nationalspieler. Im Alter von 15 Jahren setzten Rückenprobleme seinen ehrgeizigen Zielen jedoch ein abruptes Ende.

Nach einem solchen Schicksalsschlag hätten viele sich wohl ganz vom Fussball abgewandt, Granados reagierte hingegen mit lebenslangem Engagement. Granados, however, transformed that childhood disappointment into a lifelong commitment to service. „Als Kind habe ich eine Enttäuschung erlebt, weil ich kein Fussballprofi werden konnte“, erklärt er.

„Ich wollte einen anderen Weg finden, dabei zu sein und die WM-Atmosphäre zu erleben.“ Seine ungebrochene Fussballbegeisterung bewog ihn dazu, sich als freiwilliger Helfer der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Mexiko 1986™ zu melden – eine Erfahrung, die seine Jugend geprägt hat und an die er sich auch Jahrzehnte später noch gern erinnert. Während des Turniers hatte Granados nämlich das Glück, einige bekannte Stars der damaligen Zeit zu treffen. „Das Schicksal meinte es unglaublich gut mit mir, denn ich traf Pelé und Rivellino [die bei der WM 1970 in Mexiko mit Brasilien Weltmeister geworden waren] und konnte sie sogar umarmen. Es war einfach fantastisch“, meint er mit glänzenden Augen.

Als Souvenir an dieses unvergessliche Erlebnis hat Granados die Akkreditierungskarte von damals aufbewahrt, die er noch immer in Ehren hält. „Ich habe den Ausweis behalten, den ich vor 40 Jahren bekommen habe. Ab und zu hole ich ihn hervor, schaue ihn mir an und denke an diese Zeit zurück. Da kommt jedes Mal Nostalgie auf“, erklärt er, während er das Erinnerungsstück in den Händen hält, das ihn als Mitarbeiter des Teams für Unterstützung, Dolmetschen und Übersetzen der legendären WM 1986 ausweist.

Bei der Ausgabe von 2026 trägt er erneut die grüne Uniform der freiwilligen Helfer, die Gründe für seinen Einsatz sind aber andere. Als junger Mann begeisterte ihn die Aussicht, den grossen Fussballstars nahezukommen. Vier Jahrzehnte später sind Stolz auf die eigenen Stadt und der Wunsch, als Mittler zwischen den Kulturen zu agieren, der Grund für sein Engagement. Laut Granados eignet sich Freiwilligenarbeit nämlich wunderbar dazu, den wahren Geist seiner Region zu präsentieren.

„Vor 40 Jahren hatte ich ganz andere Gründe als jetzt, als freiwilliger Helfer bei der WM anzuheuern“, erklärt er. „Dieses Mal möchte ich der Welt zeigen, dass Mexiko – und insbesondere Guadalajara – gastfreundlich ist. Es ist friedlich hier. Wir sind ein freundliches Land.“

“Forty years ago, I had very different reasons for becoming a volunteer than I do now at this World Cup,” he reflected. “One of my reasons this time is to show the world that Mexico, especially Guadalajara, is welcoming. There’s peace here. We’re a friendly country.”

Dieses Jahr ist Granados innerhalb des Stadions tätig und damit mittendrin im Geschehen. An den Ein- und Aufgängen unterstützt er Tausende von einheimischen und ausländischen Fans. Insbesondere leistet er einen wertvollen Beitrag dazu, dass Menschen mit Behinderungen oder eingeschränkter Mobilität das grösste Fussballturnier der Welt mit Würde geniessen können.

Auffällig ist besonders sein herzlicher Umgang mit den Fans. „Vielen Dank, sie müssen hier entlang. Ist alles in Ordnung?“, sagt er immer mit einem Lächeln, während er auf Rampen deutet und seine Begeisterung mit allen teilt, die er trifft.

Trotz all seiner Routine als ehrenamtlicher Helfer unterstützt Granados sein Nationalteam beim Weltturnier noch immer mit der gleichen Begeisterung wie als Kind. Beim Fussball geht es für ihn um viel mehr als Ergebnisse. „Es gibt keine Worte dafür, was es bedeutet, Mexiko spielen zu sehen. Es ist schon vor dem Anstoss toll“, betont er. „Es zieht einen völlig in den Bann. Dabei geht es nicht nur um das Team, sondern auch um die Spieler auf dem Platz, die dein Land repräsentieren.“ It’s about the players on the pitch who are representing your country. That’s what watching them is all about.”

Granados schätzt es sehr, dass er erneut die Chance bekommen hat, sich auf der grössten Fussballbühne der Welt einzubringen. „Ich bin der FIFA dankbar dafür, dass ich noch einmal die Möglichkeit bekommen habe, eine WM mitzuerleben. Danke, FIFA!“, meint er sichtlich bewegt.

Alle ehrenamtlichen Helfer verdienen Anerkennung und werden während des gesamten Turniers auch entsprechend gewürdigt. Doch manche Geschichten sind schlicht aussergewöhnlich. Mit den stillen Helden der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ ehrt die FIFA den Mut, die Selbstlosigkeit und das Engagement jener Menschen, die über sich hinauswachsen und alle um sich herum inspirieren. Sie sind die wahren Helden des Turniers.