FIFA
Freitag 03 Juli 2026, 14:00

Ein Leben hinter der Kamera – und endlich die erste FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™

  • Premiere mit 69: Nach Jahrzehnten als Sportfotografin erlebt Darla ihre erste FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™

  • Houston im Fokus: Seit fast 20 Jahren begleitet sie den Houston Dynamo und den Fußball in ihrer Heimatstadt

  • Die nächste Geschichte: Auch nach 47 Jahren als Lehrerin bleibt die Kamera ihr ständiger Begleiter

Seit fast fünf Jahrzehnten erzählt Darla Tamiolaitis Kelly Sportgeschichten mit ihrer Kamera. Sie fotografierte Olympische Spiele, NCAA-Finalturniere und unzählige College-Wettbewerbe in den USA. Gemeinsam mit ihrem Mann Robert betreibt sie seit über 30 Jahren ein eigenes Sportmedium: Er schreibt die Geschichten, sie liefert die Bilder.

Parallel dazu arbeitet die 69-Jährige seit 47 Jahren als Lehrerin und Trainerin an einer High School in Pasadena, Texas. Nach dem kommenden Schuljahr möchte sie in den Ruhestand gehen – wobei sie dieses Wort nicht besonders mag. Lieber spricht sie von ihrer "Graduation". Schließlich, sagt sie lachend, sei sie viel zu jung, um einfach nur auf der Veranda zu sitzen.

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Trotz all ihrer Erfahrung gab es ein sportliches Großereignis, das bislang auf ihrer Liste fehlte: eine FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™.

Dass sie ihre Premiere ausgerechnet in ihrer Heimatstadt Houston erlebt, macht den Moment für sie umso besonderer.

"Ich liebe es", sagt sie. "Menschen aus der ganzen Welt kommen hier zusammen und haben eine großartige Zeit."

Seit der Gründung des Houston Dynamo begleitet sie den Club mit ihrer Kamera und hat miterlebt, wie der Fussball in Houston immer größer wurde. Nun ist die Stadt Gastgeber der größten Fussballbühne der Welt.

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Nicht nur Tore, sondern Emotionen festhalten

Für Darla geht es bei einer Weltmeisterschaft um weit mehr als Ergebnisse. Sie liebt die Atmosphäre, die Fans und die vielen Begegnungen zwischen Menschen aus unterschiedlichsten Ländern.

"Wir in Texas möchten alle willkommen heißen", sagt sie. "Es freut mich zu hören, dass viele Besucher eine gute Zeit hier haben."

Ihr persönlicher Höhepunkt des Turniers war bislang Cristiano Ronaldos Tor für Portugal. "Es war, als hätte sein Gesicht plötzlich geleuchtet", erinnert sie sich. "Als würde er sagen: 'Ich bin zurück. Schreibt mich noch nicht ab.'"

Genau solche Momente seien es, die sie bis heute an der Sportfotografie begeistern. "Natürlich verdienen Spieler wie Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi unglaublich viel Geld", sagt sie. "Aber am Ende sieht man in solchen Momenten einfach die Freude am Spiel."

Diese Begeisterung begleitet sie schon seit vielen Jahren. Besonders gern würde sie einmal mit dem mexikanischen Torhüter Guillermo Ochoa sprechen. Sie fotografierte ihn bereits als Teenager und trifft ihn bis heute regelmäßig bei Länderspielen in Houston.

"Er schaut immer zu mir herüber und lächelt", erzählt sie schmunzelnd. "Vielleicht liegt es an meinen weißen Haaren."

Wer Weltmeister wird? Ihr Herz schlägt wegen ihrer niederländischen Wurzeln für die Niederlande, die Statistik spricht ihrer Meinung nach für Frankreich und natürlich würde sie sich auch über einen Erfolg der USA freuen.

Doch am Ende ist das für sie fast zweitrangig.

Viel wichtiger ist, dass sie genau dort stehen darf, wo Geschichten entstehen – und sie mit ihrer Kamera für die Zukunft festhalten kann. Auch nach ihrer "Graduation" wird sich daran wohl nichts ändern.

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