Mittwoch 10 Juni 2026, 19:00

Experten der Technischen Studiengruppe bereit, die Geheimnisse der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ zu lüften

  • Analyse aller 104 Spiele der 48 Teams bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™

  • Erstmals bei einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ Echtzeit-Einblicke der technischen Studiengruppe für Fans

  • Persönliche Einblicke der TSG-Mitglieder vor dem Turnierbeginn am 11. Juni 2026

Bald ist es so weit. Am 11. Juni 2026 beginnt im legendären Mexiko-Stadt-Stadion die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™. Erstmals bei einer WM sind 48 Teams am Start, die in 16 Städten in Kanada, Mexiko und den USA insgesamt 104 Spiele bestreiten.

Hinter den Kulissen werden einige der besten Fussballstrategen jeden Pass, jedes Pressing und jede taktische Umstellung akribisch analysieren.

In der technischen Studiengruppe der FIFA (TSG), die von Pascal Zuberbühler (leitender FIFA-Fussballexperte) und Arsène Wenger (FIFA-Direktor für globale Fussballförderung) geleitet wird, studieren ehemalige Spieler und Trainer die Spiele in Echtzeit und teilen ihre Erkenntnisse mit Trainern, Fans und der globalen Fussballgemeinschaft.

Kaum zuvor war die TSG bei einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ so breit aufgestellt und dank Otto Addo (Ghana), Tobin Heath (USA), Jürgen Klinsmann (Deutschland), Jayne Ludlow (Wales), Michael O’Neill (Nordirland), Gilberto Silva (Brasilien), Jon Dahl Tomasson (Dänemark), Paulo Wanchope (Costa Rica), Aron Winter (Niederlande) und Pablo Zabaleta (Argentinien) derart erfahren.

FIFA Technical Study Group in Miami

Zum ersten Mal bei einer WM können die Fans über die Social-Media-Kanäle und den YouTube-Kanal des FIFA-Ausbildungszentrums die Erkenntnisse der TSG in Echtzeit verfolgen.

Der ehemalige Schweizer Nationalspieler Zuberbühler, der bei der WM 2006 in Deutschland keinen einzigen Treffer kassierte und damit bis heute der einzige Torhüter ist, der bei einer WM ohne Gegentor ausgeschieden ist, weiss, was eine WM bedeutet. Der Schweizer, der die TSG bei allen FIFA-Turnieren beaufsichtigt, freut er sich auf die vor ihm liegende Aufgabe.

„Wir verfolgen die Spiele entweder online oder live im Stadion. Wir sind alles Experten, ob als ehemalige Spieler oder ehemalige oder aktive Trainer. Und wir sind eine Gruppe, in der die ganze Welt und verschiedene Geschlechter vertreten sind. Wir arbeiten sehr eng mit unserem Leistungsanalyseteam zusammen. Im modernen Fussball ist dies das A und O. Dies ist ein Teil. Ein anderer Teil sind die Daten, die live eintreffen“, erklärt er.

„Erstmals sind 48 Teams dabei. Das ist fantastisch. Ich bin sehr gespannt darauf, wie die kleineren Mannschaften auftrumpfen und sich gegen die grosse Nationen schlagen werden“, fügte Zuberbühler hinzu.

FIFA Technical Study Group in Miami

Dank der Arbeit der TSG wird die Komplexität des Fussballs für alle verständlich. Nach jedem Spiel wird auf fifatrainingcenter.com und seinen Social-Media-Kanälen ein kostenloser 53-seitiger Datenbericht veröffentlicht.

Für die wachsende Zahl von Fans, die gerne Daten hinter der Leistung jedes Teams und jedem Spiel analysieren, ist dies zweifellos eine grossartige Nachricht. Doch Zuberbühler macht deutlich, dass Daten nicht alles sind.

„Nach jedem Spiel stellen wir der ganzen Welt einen kostenlosen Datenbericht zur Verfügung. Entscheidend ist aber, was man daraus macht. Die FIFA geht danach in all diese Länder und Gebiete. Wenn es dort Trainerkurse oder eine Akademie unseres FIFA-Talentförderprogramms gibt, möchten wir ihnen beim nächsten Schritt helfen und zeigen, wie Trainings gestaltet werden können, worin ihre Schwächen bei einem Turnier lagen und was wir beobachtet haben.“

FIFA Technical Study Group in Miami

„Arsène Wenger will jedem Talent die Chance geben, erkannt und gefördert zu werden – mit dem Nationalteam als Fernziel“, so Zuberbühler. „Dies ist der rote Faden bei der Fussballförderung. Wir wollen einen wirklich globalen Fussball, wie FIFA-Präsident Gianni Infantino immer wieder betont. Wir wollen die Teams näher zusammenbringen.“

Gilberto Silva, der 2002 mit Brasilien Weltmeister wurde und 244 Spiele für den FC Arsenal bestritten hat, sieht in der Kombination aus praktischer Erfahrung und modernsten Daten die grosse Stärke der TSG.

„Wir wollen diese beiden Dinge zusammenführen, das heisst die von den Analysten erstellten Daten und unsere Beobachtungen bei den Spielen, um diese Informationen für das Publikum verständlicher zu machen, da es für einige Menschen sehr schwierig ist, die Daten zu interpretieren, weil sie nicht immer genau verstehen, was sie bedeuten“, sagte Silva.

„Wenn sie in einer Spielanalyse lesen, dass ein Spieler zehn Pässe und ein anderer deren 50 gespielt hat, denken sie vielleicht, dass der Spieler mit den 50 Pässen der beste auf dem Feld war. Aber solche Informationen allein sagen manchmal nichts aus. Wir kombinieren deshalb diese Informationen mit unseren Spielbeobachtungen. Letztlich ist es ein Zusammenspiel von Menschen, die aus unterschiedlichen Perspektiven ihr ganzes Fussballwissen einbringen“, sagte er.

FIFA Technical Study Group in Miami

Die TSG kann das Turnier kaum erwarten, wie der Brasilianer anfügte.

„Wenn wir an diesem Punkt angelangt sind, brennen wir auf den Start, wenn wir uns endlich Spiele und Tore ansehen und miteinander fachsimpeln können. Auch deswegen steigt der Adrenalinspiegel. Die Erwartungen sind riesig und sehr positiv. Ich bin gespannt, wie die neuen Teams bei dieser WM abschneiden werden, die mit mehr Teams, insgesamt 48, ein neues Format hat.“

Der Costa-Ricaner Paulo Wanchope, der für sein Land 73 Spiele absolviert hat, ehe er Costa Ricas Nationaltrainer wurde, ist gespannt auf die taktischen Trends beim Turnier.

„Wir achten auf neue Taktiken der Trainer der einzelnen Teams, zum Beispiel eine Tendenz zu Angriffspressing oder ob Teams eher abwarten und tief stehen, um auf Konter zu lauern. Interessant ist, wie die Favoriten und die Aussenseiter spielen“, erklärte Wanchope.

„Teams wie Portugal, die über hochklassige Spieler verfügen und in den vergangenen Jahren nicht zu den Favoriten gezählt haben, gehören für mich zu den Titelanwärtern. Ich bin daher sehr gespannt, wie Portugal abschneiden wird.“

Nach Ansicht von Otto Addo, der für Ghana 15 Länderspiele bestritten hat und zweimal Trainer der Black Stars war, wird diese FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ die enorme weltweite Entwicklung des Fussballs zeigen.

„Es wird einige Überraschungen geben, die niemand erwartet, weil die Kluft zwischen den Favoriten und den vermeintlichen Aussenseitern immer kleiner wird“, betonte Addo. „Ich bin wirklich gespannt, wie die Gruppenphase ausgehen wird“, sagte er.

Interessant ist, ob sich zwischen den Teams der verschiedenen Kontinente Muster abzeichnen, wie die europäischen Mannschaften mit der Hitze zurechtkommen und wie sich die afrikanischen und südamerikanischen Mannschaften, die eher an die Hitze gewohnt sind, auf andere Bedingungen einstellen. Angesichts der Reisen ist auch das Team hinter dem Team sehr wichtig, da es dafür sorgen muss, dass alles Nötige bereit ist.“

„An meiner Arbeit gefällt mir am besten, zu lernen und mit Trainern und Analysten aus verschiedenen Ländern unterschiedliche Perspektiven auszutauschen. Man muss immer offen und bereit sein, seine Ansichten zu überdenken und sich auch andere Meinungen anzuhören. Der Fussball ist so komplex und gerade deshalb so interessant.“

FIFA World Cup 2026 Previews

Für Jayne Ludlow, die 61 Länderspiele für Wales absolviert und von 2014 bis 2021 das Frauennationalteam ihrer Heimat trainiert hat, reicht die Arbeit der TSG weit über dieses Turnier hinaus.

„Bei der TSG geht es vor allem darum, Fussballtrends zu erkennen. Wie entwickelt sich der Fussball? Was sehen wir? Bei jedem Spiel der WM achten wir auf Muster und Verhaltensweisen von Spielern und natürlich auf die Entscheidungen der Trainer. Aus technischer und taktischer Sicht werden wir uns mit allen Elementen des Fussballs befassen“, erklärte Ludlow.

„Es gibt zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten, die dank den von uns gesammelten Daten hoffentlich dazu genutzt werden, Trainer und Teams weiterzuentwickeln und so den Sport weiter voranzubringen.“

Mit 104 Spielen, 48 Teams und einem Milliardenpublikum ist alles bereit. Dank der Arbeit der TSG erhalten die Fans praktische Einblicke in die Erfolgsrezepte der Teams.