Mittwoch 08 April 2026, 08:00

Webinar von FIFA, GIZ und La Guilde zeigt, wie der Frauenfussball einen nachhaltigen sozialen Wandel bewirken kann

  • Mehr als 80 FIFA-Mitgliedsverbände bei einem globalen Webinar zum Austausch bewährter Verfahren

  • Abschluss des FIFA/GIZ-Programms „Sport für Frauenförderung“, das 2023 zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter mithilfe des Sports lanciert wurde

  • Abstimmung von Frauenförderinitiativen auf langfristige Strategie der FIFA-Mitgliedsverbände entscheidend

Die Chancen für Frauen und Mädchen im Fussball sowie die Auswirkungen des Programms „Sport für Frauenförderung“ standen im Mittelpunkt eines Webinars, das am Donnerstag, 2. April, von der FIFA, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Nichtregierungsorganisation La Guilde für Vertreter von FIFA-Mitgliedsverbänden aus aller Welt veranstaltet wurde.

Das Programm „Sport für Frauenförderung“ unterstützt seit November 2023 Projekte, die mithilfe des Sports die Gleichstellung der Geschlechter fördern, geschlechtsbezogene Gewalt bekämpfen und die Rolle der Frau in der Gesellschaft stärken. Organisationen aus 30 GIZ-Partnerländern, darunter auch die FIFA-Mitgliedsverbände dieser Länder, hatten Anträge eingereicht, aus denen schliesslich 16 Projekte ausgewählt wurden. Drei Mitgliedsverbände – die Fussballverbände von Indonesien (PSSI), Ghana (GFA) und Togo (FTF) – wurden von der FIFA für ihre Projekte direkt finanziell unterstützt.

FIFA and GIZ initiative - Women's football

Vertreter von mehr als 80 Mitgliedsverbänden nahmen am Webinar teil, das gemeinsam mit der FIFA-Abteilung für Frauenfussballförderung zum Austausch bewährter Praktiken sowie zum Abschluss des Programms organisiert wurde. Vertreter des FTF, des GFA und des PSSI schilderten ihre Erfahrungen bei der Umsetzung von Projekten, die den Frauenfussball als Motor für Frauenförderung und Inklusion nutzten, und betonten die erzielten Erfolge sowie die gemeisterten Herausforderungen.

Die Diskussion, die von einem Experten für die sozialen Auswirkungen des Sports im Auftrag von La Guilde, der gemeinnützigen Organisation, die die Ausschreibung betreute, moderiert wurde, zeigte anhand praktischer Beispiele, wie Fussballförderung und sozialer Wandel Hand in Hand gehen können. Die realisierten Projekte belegten, wie der Frauenfussball als Katalysator für einen breiten sozialen Wandel dienen, den Zugang zu Führungspositionen und Bildung verbessern sowie sichere Beteiligungs- und Entfaltungsmöglichkeiten für Mädchen und Frauen schaffen kann.

FIFA and GIZ initiative - Women's football

Alle drei präsentierten Projekte haben deutlich gemacht, dass die Wirkung ungleich grösser ist, wenn die Initiativen vollständig in die Strategie der Organisation integriert sind. Programme sollten nicht isoliert bleiben, sondern die übergeordneten Ziele zur Förderung des Fussballs sowie der menschlichen Entwicklung unterstützen.

Während die FIFA ihr weltweites Engagement für den Frauenfussball unvermindert fortsetzt, haben die Erfahrungen der Vertreter aus Ghana, Indonesien und Togo gezeigt, dass der Fussball mit einem klaren Zielbewusstsein weit über das Spielfeld hinaus viel bewirken kann.