FIFA
Montag 22 Juni 2026, 16:35

Fussball verbindet Algerien und die Stadt Lawrence in Kansas

  • Algerien hat sein Teamquartier in Lawrence, Kansas

  • Seit ihrer Ankunft haben sich die „Desert Foxes“ dort rundum wohlgefühlt

  • 2.500 Fans nahmen im Vorfeld des Eröffnungsspiels an einem von der FIFA organisierten öffentlichen Training teil

Die Verbindung zwischen der algerischen Nationalmannschaft und Lawrence, Kansas, ist ein weiterer Beweis für die Kraft des Fussballs, Menschen zusammenzubringen. Die Desert Foxes wurden von der Gemeinde mit Herzlichkeit und Gastfreundschaft empfangen. Seit ihrer Ankunft in der rund 100.000 Einwohner zählenden Stadt werden sie mit offenen Armen willkommen geheißen. Rund 400 Menschen waren vor Ort, um die Mannschaft bei ihrer Ankunft im Trainingslager für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ zu begrüssen. Die Spieler waren überwältigt von der Zuneigung, die ihnen entgegengebracht wurde. „Ich war tief bewegt von dem Empfang, den wir von den Fans in Lawrence erhalten haben. Mir sind fast die Tränen gekommen”, gab Vladimir Petković, der bosnische Trainer der algerischen Nationalmannschaft, später zu. „Ich hoffe, wir schaffen es aus der Gruppenphase heraus, damit wir dieses Abenteuer mit noch mehr Fans teilen können.“ Dieses Gefühl der Verbundenheit zeigte sich auch bei einer öffentlichen Trainingseinheit, die Algerien vor seinem WM-Auftaktspiel im Rock Chalk Park abhielt. Dort kamen 2.500 Fans in das Football-Stadion der University of Kansas, das zur Trainingsbasis der „Fennecs” geworden ist.

„Ich komme aus Lawrence in Kansas und bin hierhergekommen, um Algerien zu unterstützen“, sagte Matthew Cosgrove, der ein algerisches Trikot trug. „Sie sind Teil unserer Gemeinschaft geworden und wir sind hier, um sie zu unterstützen. Wir sind überglücklich, dass sie hierhergekommen sind und nun Teil unserer Gemeinschaft sind. Wir finden das grossartig!“

Cosgrove trug ausserdem einen der 2.000 Schals in den Farben Algeriens. Diese wurden von Mitarbeitern der University of Kansas verteilt, die gemeinsam mit der FIFA die öffentlichen Trainingseinheit organisiert hatten.

Mit rund 27.000 Studierenden aus aller Welt hat die Universität auch die algerische Mannschaft wie ihre eigene aufgenommen. Bei der Veranstaltung waren das offizielle Maskottchen Big Jay, das Maskottchen-Baby Baby Jay sowie die Cheerleader anwesend. Vor dem Training spielte die Blaskapelle die algerische Nationalhymne. „Respekt. Vielen Dank für den herzlichen Empfang“, schrieb Riyad Mahrez, einer der Schlüsselspieler der Mannschaft, in den sozialen Medien.

Unter all den Liebesbekundungen stach ein Moment besonders hervor: Die heimischen Fans wandten den berühmten Sprechchor der University of Kansas, „Rock Chalk, Jayhawk“, ab zu „Rock Chalk, Algerien“. Zudem füllten Hunderte von Kindern und Jugendlichen die Tribünen im Rock Chalk Park, schwenkten algerische Flaggen und sangen den beliebtesten Sprechchor der Fans: „Eins, zwei, drei, Vive l’Algérie!

Be Active Community Training Session in Kansas City

Auch die Kommunalverwaltung trug dazu bei, dass diese Verbundenheit ein solches Ausmass erreichte. So organisierte sie beispielsweise eine Reihe von Kursen mit dem Titel „Fussball 101“, in denen den Einwohnern die Spielregeln vermittelt und Einblicke in Algerien und dessen Fussballkultur gegeben wurden. In den Vororten von Kansas City, die etwa 60 Kilometer von Lawrence entfernt liegen, gibt es zudem eine bedeutende algerische Gemeinschaft. Die sozialen Medien trugen mit ihrer Reichweite dazu bei, die Begeisterung, die Algerien in Lawrence ausgelöst hatte, noch weiter zu verstärken.

Tatsächlich nahmen rund 600 Menschen an der Enthüllung eines Kunstwerks des lokalen Künstlers Stan Herd teil. Dieser hatte mithilfe von Landschaftsgestaltungstechniken auf dem Universitätsgelände eine riesige algerische Flagge geschaffen. Die FIFAFussball-Weltmeisterschaft™ bringt immer wieder Geschichten dieser Art hervor. Ein Teil des Reizes dieses Wettbewerbs liegt in seiner Fähigkeit, zwei so unterschiedliche Welten, die mehr als 8.000 Kilometer voneinander entfernt sind, miteinander zu verbinden und eine echte, lebenslange Verbindung zu schaffen. Letztendlich hat der Fussball die Kraft, die Welt zu vereinen.