Rede des FIFA-Präsidenten im Plenarsaal der UN-Generalversammlung anlässlich des jährlichen Aktionstages
Weltfussballwoche der FIFA (21. bis 25. Mai) in Anlehnung an den Weltfussballtag, um die gesundheitsfördernde und einende Kraft des Fussballs in den Blickpunkt zu rücken
Gianni Infantino: „FIFA Fussball-Weltmeisterschaft mit Ihrer aller Hilfe nutzen, um die Welt wirklich zu vereinen“
Im Plenarsaal der Generalversammlung der Vereinten Nationen ging es am Dienstag, 19. Mai, fröhlicher zu als sonst. Botschafter und Amtsträger waren im Trikot ihres Nationalteams erschienen, und einheimische Kinder spielten mit dem TRIONDA – dem offiziellen Spielball der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ –, den FIFA-Präsident Gianni Infantino von der Bühne geworfen hatte.
„Das ist nicht einfach nur ein Ball. Das ist ein magisches Objekt, das sowohl Kinder als auch Erwachsene in glückliche Wesen verwandelt“, so Infantino in dem von Rufen und Lachen erfüllten ehrwürdigen Saal. „Sobald du den Ball berührst, fängst du an zu strahlen. Du bist glücklich. Du hast Spass. Du fängst an zu spielen.“
Es war ein fröhlicher, passender und bewegender Moment während der Feierlichkeiten anlässlich des jährlich begangenen Weltfussballtags der Vereinten Nationen. In einem Raum, in dem häufig debattiert wird und manchmal auch Uneinigkeit herrscht, machte der herumspringende TRIONDA eindrucksvoll deutlich, wie schnell und energisch der Fussball gesellschaftliche, sprachliche und kulturelle Barrieren überwindet und Menschen zusammenbringt.
„Unsere Welt macht gerade eine komplizierte, schwierige Zeit durch. Und manchmal brauchen wir in schwierigen Zeiten einfach einen Vorwand, um zusammenzukommen – um Menschen zusammenzubringen“, erklärte der FIFA-Präsident.
„Ich hoffe, dass wir diese [FIFA] Fussball-Weltmeisterschaft mit der Hilfe von Ihnen allen hier bei den Vereinten Nationen nutzen können, um die Welt wirklich zu vereinen. Schliesslich lautet unser Motto bei der FIFA: ‚Der Fussball vereint die Welt.’”
Dieser Geist und dieses ambitionierte Ziel haben die UN-Delegationen von Bahrain, Libyen und Tadschikistan 2024 dazu bewogen, die Schaffung eines Weltfussballtags vorzuschlagen. Die entsprechende UN-Resolution wurde einstimmig angenommen. Seitdem wird dieser Tag jährlich am 25. Mai begangen. Laut UN befindet sich der Fussball in einer „einzigartigen Position“, denn er ist eine „universelle Sprache, die von Menschen jeden Alters gesprochen wird und nationale, kulturelle und sozioökonomische Grenzen überwindet“. Darüber hinaus ist dieser Sport laut UN „ein Katalysator für soziale Integration, da er den Zusammenhalt fördert und Barrieren zwischen unterschiedlichen Gemeinschaften beseitigt“.
Die Ständigen Vertretungen Bahrains, Libyens und Tadschikistans bei den Vereinten Nationen haben gemeinsam den Vorsitz der „Gruppe der Freunde des Fussballs“ übernommen. Dabei handelt es sich um einem Zusammenschluss von UN-Mitgliedstaaten, die sich gemeinsam mit der FIFA dafür einsetzen, die einzigartige Fähigkeit des Fussballs zu fördern, die Gemeinschaft über Grenzen und politische Diskrepanzen hinweg zu stärken. Unterstützt werden die drei Vorsitzenden von den Ständigen Vertretungen von Deutschland, Italien, Österreich, Portugal, Ruanda und Ungarn.
Getreu dem Anliegen von Präsident Infantino, den Fussball und seinen Nutzen weltweit zu fördern, hat die FIFA 2024 die Weltfussballwoche ausgerufen, um die Feiern auf fünf Tage auszuweiten. Sie fand erstmalig 2025 statt, beginnt am 21. Mai – dem Jahrestag der FIFA-Gründung 1904 – und endet mit dem Weltfussballtag am 25. Mai. Während der Weltfussballwoche rückt die FIFA Programme in den Blickpunkt, bei denen der Fussball für positiven Wandel genutzt wird.
Dieses Jahr steht die Woche unter anderem im Zeichen von „Be Active“, einer Initiative der FIFA und der Weltgesundheitsorganisation, die Kinder dazu anregt, sich mindestens 60 Minuten pro Tag Sport und Spiel zu widmen. Ebenfalls im Fokus steht die FIFA-Kampagne „Unite for Peace“ zur Förderung von Dialog, Respekt und gesellschaftlichem Zusammenhalt durch den Fussball, insbesondere in Regionen, die von Konflikten oder Unruhen betroffen sind.
„Die Einnahmen aus dieser [FIFA] Fussball-Weltmeisterschaft und vorherigen Auflagen des Turniers werden allesamt in den Fussball rückinvestiert, zum Beispiel in ein Projekt, das afghanischen Frauen das Fussballspielen ermöglicht, sowie in weitere Projekte in Afrika, Asien, Amerika und Ozeanien, die Kindern Spielmöglichkeiten, Hoffnung und Zukunftschancen geben. Denn Fussball ist nicht nur ein Sport“, sagte Infantino. „Beim Fussball geht es auch um Glück, um Hoffnung und Zusammenhalt. Auf diese drei Dinge sollten wir uns immer besinnen. Lassen Sie uns daran denken, glücklich zu sein, Hoffnung zu schenken und zusammenzuhalten.“
Der FIFA-Präsident gehörte an einem Tag mit lebhaften Diskussionen, aufschlussreichen Videos und einem anschliessenden Mini-Fussballturnier auf dem North Lawn zu den Hauptrednern. Weitere Redner waren Annalena Baerbock, Präsidentin der 80. Sitzungsperiode der Generalversammlung der Vereinten Nationen, Botschafter Taher El-Sonni, Ständiger Vertreter des Staates Libyen bei den Vereinten Nationen, und Botschafter Jonibek Hikmat, Ständiger Vertreter der Republik Tadschikistan bei den Vereinten Nationen. Darüber hinaus sprachen bekannte ehemalige Spieler wie Gerald Asamoah, Luís Figo, Nuno Gomes und Steffi Jones darüber, wie der Fussball ihr Leben verändert hat und die Welt verändern kann.
Die bevorstehende FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™, die am 11. Juni in Mexiko-Stadt beginnt, wird ebenfalls eine Triebfeder für den Wandel sein. Das auf 48 Teilnehmer erweiterte Turnier wird den Fussball in ganz Nordamerika vorantreiben und ausserdem weltweit Kameradschaft, gemeinsame Träume und das Interesse an dieser Sportart fördern.
„Diese WM hat mit Mexiko, Kanada und den USA drei Gastgeber, die alle an einem Strang ziehen, damit das Turnier ein Erfolg wird“, so Infantino. „16 Spielorte, 48 Teams – also 48 teilnehmende Länder – sieben Millionen Menschen in den Stadien und viele Millionen Besucher in den drei gastgebenden Ländern und den 16 Spielorten, die nur kommen, um die Atmosphäre der WM aufzusaugen, zusammen zu sein, gemeinsam Zeit zu verbringen und einander kennenzulernen. Hinzu kommen sechs Milliarden Zuschauer in aller Welt.“
„Lassen Sie uns diese [FIFA] Fussball-Weltmeisterschaft, die in wenigen Wochen beginnt, zu einem Moment des Zusammenhalts, des Glücks und der Hoffnung auf eine gute Zukunft machen.“