Dienstag 12 Mai 2026, 15:00

Sicherheitsvorkehrungen für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ im Zentrum der Sitzung der Integritätsarbeitsgruppe in Miami

  • Definitiver Kontrollplan für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ überprüft und angepasst

  • Informationen zum Wettmarkt und Risikobewertungen von globalen Überwachungspartnern

  • Szenariobasierte Tests durchgeführt sowie Bedeutung integrierter Rahmenwerke für den Informationsaustausch und der proaktiven Risikoerkennung hervorgehoben

Bei ihrer Sitzung am 7. Mai 2026 in Miami prüfte die FIFA-Integritätsarbeitsgruppe, in der wichtige Akteure vertreten sind, den Integritätsrahmen für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ auf Herz und Nieren und nahm letzte Anpassungen vor.

Die ganztägige Tagung in der FIFA-Niederlassung in Coral Gables in Miami war ein wichtiger Meilenstein bei den Turniervorbereitungen. Schwerpunkt waren die Einsatzbereitschaft, die Koordination und die Risikominimierung.

Der endgültige Überwachungsplan für das bevorstehende Turnier wurde ausführlich erläutert. Gestützt auf frühere Konsultationsrunden einigten sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe auf zentrale Mechanismen wie den Umfang der Überwachung, Berichtswege und Eskalationsverfahren. Zudem wurden die Rollen und Zuständigkeiten der verschiedenen Beteiligten genauer definiert, damit klar ist, wie potenzielle Integritätsprobleme in Echtzeit erkannt und behandelt werden.

FIFA Integrity Task Force / Miami

Darüber hinaus gab die FIFA im Vorfeld des Turniers einen umfassenden Überblick über ihre allgemeinen Integritätsmassnahmen. Dazu gehören gezielte Informationsveranstaltungen für die teilnehmenden Mitgliedsverbände, Spieloffizielle und weitere FIFA-Mitarbeitende im Spielfeldbereich, die auf allen Ebenen der Turnierorganisation sensibilisieren und für Einheitlichkeit sorgen sollen, FIFA-Schulungsmaterial zum Thema Integrität sowie Meldetools für Spieler über die offizielle FIFA Player App.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Risikobewertung. Die wichtigsten Wettüberwachungspartner der Arbeitsgruppe präsentierten dabei ihre neuesten Erkenntnisse. Vertreter von Organisationen wie Sportradar, der Internationalen Vereinigung für die Integrität von Wetten, der United Lotteries for Integrity in Sports, Genius Sports und Integrity Compliance 360 gaben vor der WM Einblick in die Dynamik des Wettmarktes und wiesen auf mögliche Schwachstellen hin. Ergänzt wurden die Einschätzungen durch eine umfassendere Analyse der globalen Wettlandschaft, einschliesslich des Aufkommens neuer Produkte wie Prognosemärkte und der damit verbundenen Integritätsrisiken.

FIFA Integrity Task Force / Miami

Neben den mit Wetten verbundenen Gefahren befasste sich die Arbeitsgruppe auch mit allgemeineren Sicherheitsbelangen und nachrichtendienstlichen Aspekten. In einem gesonderten Block wurden wettbewerbsspezifische und spielbezogene Risiken und die damit verbundene Koordination zwischen FIFA-Abteilungen und externen Partnern erörtert. Zudem wurde die Bedeutung integrierter Rahmenwerke für den Informationsaustausch und der proaktiven Risikoerkennung hervorgehoben.

„Diese Veranstaltung hat eine aktive Beteiligung, lösungsorientierte Diskussionen und die Zusammenarbeit als Eckpfeiler der FIFA-Integritätsstrategie gefördert“, sagte Emilio García Silvero, Rechts- und Compliance-Direktor der FIFA. „Die Integritätsarbeitsgruppe hat einen klaren und wichtigen Auftrag, sprich die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026 durch Wachsamkeit, Koordination und entschlossenes Handeln zu schützen.“

FIFA Integrity Task Force / Miami

Bei der Sitzung zugegen waren Vertreter u. a. der folgenden Institutionen: AFC, CAF, Concacaf, CONMEBOL, UEFA, OFC, Fussballverbände der USA, Kanadas und Mexikos, FBI, INTERPOL, Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), Europarat, Group of Copenhagen, Sportradar, Internationale Vereinigung für die Integrität von Wetten (IBIA), United Lotteries for Integrity in Sports (ULIS), IC360, Genius Sports, US-Justizministerium, Sport Integrity Canada, kanadisches Wettbewerbsamt und mexikanische Wettbewerbskommission. Ebenfalls anwesend war Karl Dhont, der auf die Bekämpfung von Spielmanipulationen spezialisiert ist.