Oliver und Sofía Craxton lernten sich als Fans während des legendären Viertelfinalspiels Argentinien gegen England bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko™ kennen
Das Paar, das 1990 heiratete, lebt heute in London, England, kehrt jedoch am 5. Juli anlässlich des Achtelfinals zwischen Mexiko und England ins Stadion von Mexiko-Stadt zurück
"Fussball verbindet die Menschen", bekräftigt Sofía
Oliver Craxton ist einer der wenigen England-Fans, die wunderbare Erinnerungen an das legendäre – und zugleich etwas berüchtigte – Viertelfinalspiel der FIFA-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko™ zwischen seinen geliebten Three Lions und Argentinien haben.
Denn während Diego Maradona England mit der «Hand Gottes» und seinem anschliessenden «Tor des Jahrhunderts» aus dem Turnier warf, sass Craxton auf der Tribüne im Stadion von Mexiko-Stadt und lernte dort seine zukünftige Frau kennen.
"Wie wir uns kennengelernt haben, war also reiner Zufall. Wir hätten gar nicht hier sein sollen. Und wir sassen auf den falschen Plätzen. So sind wir dann dort gelandet", erklärt Sofía Craxton, die das legendäre Spiel als neutrale Zuschauerin verfolgte. "Dann sassen wir nebeneinander und fingen an zu plaudern. Und wir mögen beide Manchester United. Das war natürlich eine grosse Sache."
Sie fährt fort: "Danach sind wir noch etwas trinken gegangen. Ich habe Oli Mexiko-Stadt gezeigt. Und dann hat er mich nach London eingeladen. Wir haben uns Briefe geschrieben. Viele Briefe."
Oliver kehrte 1989 nach Mexiko zurück und machte Sofía an den historischen Pyramiden von Teotihuacán einen Heiratsantrag. Im folgenden Jahr heiratete das Paar. Seitdem leben sie in London und träumten immer davon, eines Tages in das Stadion zurückzukehren, in dem sie sich kennengelernt hatten.
Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ bot schliesslich den perfekten, fast schon schicksalhaften Anlass für diese Reise: das Achtelfinale zwischen Mexiko und England. Die Craxtons besichtigten das Stadion im Vorfeld der Partie und werden am 5. Juli – 40 Jahre nach ihrem Kennenlernen – als Fans in die berühmte Arena zurückkehren, wenn ihre jeweiligen Länder aufeinandertreffen.
"Wir wollten schon immer wieder ins Azteca-Stadion zurückkehren, weil dieser Ort einfach unglaublich ist", sagt Sofía.
"Es ist ein fantastischer Ort", pflichtet Oliver ihr bei.
"Wir hatten nie die Gelegenheit dazu", fährt Sofía fort. "Wir waren schon oft hier in Mexiko-Stadt, aber wir hatten nie die Möglichkeit, uns das Stadion anzuschauen. Als wir erfuhren, dass hier die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft stattfinden würde, beschlossen wir, zurückzukommen. Selbst wenn wir das Stadion nur von aussen sehen könnten – wir mussten einfach zurückkehren. Und alle waren so grosszügig. Es ist einfach unglaublich. Jetzt sind wir hier im Azteca-Stadion. Schau dir das an! Wir sind im Azteca-Stadion. Es ist einfach fantastisch."
Das Aufeinandertreffen dieser traditionsreichen Fussballnationen und Turnierfavoriten wird die ganze Welt in seinen Bann ziehen und hat bei den Craxtons gemischte Gefühle ausgelöst.
«"ls die Gruppen ausgelost wurden, sagte der Moderator bei der BBC: ‹Mexiko und England könnten aufeinandertreffen.› Und ich dachte: ‹Oh mein Gott!› Ich fand das grossartig, aber jetzt haben wir doch ein bisschen Angst", beschreibt Sofía diesen Moment.
"Wir haben wirklich ein bisschen Angst", pflichtet Oliver ihr bei.
"Wir freuen uns, egal wer gewinnt", bringt es Sofía auf den Punkt.
"Ja, genau. Ich bin Ehrenmexikaner, weisst du. Na ja, ich betrachte mich zumindest als Ehrenmexikaner", so Oliver. "Ich habe dort drüben ein mexikanisches Fussballtrikot, und morgen werde ich beide tragen."
Obwohl ihre Geschichte zutiefst persönlich ist, sind sich die Craxtons der übergeordneten Symbolik sehr bewusst. Ihre Liebe zum Fussball hat sie zusammengebracht. Sie hat zwei Fremde aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen miteinander verbunden und dazu beigetragen, ein Band zu schmieden, das ihre Unterschiede und die Distanz zwischen ihnen überwand. In den vergangenen 40 Jahren und während ihrer Reise nach Mexiko zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ haben die Craxtons überall dieselbe verbindende Kraft erlebt.
"Eines der Dinge, die mir besonders gut gefallen, ist, Menschen zusammenzubringen. Neulich waren wir am Zócalo, dem historischen Zentrum von Mexiko-Stadt. Dort trafen Menschen aus den verschiedensten Teilen der Welt aufeinander – junge Leute wie wir damals. Sie lernten sich kennen, plauderten und tauschten sich aus. Das ist wirklich schön. Das gefällt uns sehr", schwärmt Sofía. "Fussball verbindet die Menschen."
Oliver ergänzt: "Es bringt die Menschen wirklich zusammen, genau wie du sagst. Das ist fantastisch. Fussball ist ein Sport, an dem jeder Freude haben und den jeder spielen kann, wenn er möchte."