Monterrey-Stadion am 29. Juni erneut fantastische Kulisse für das vierte und letzte Spiel, in dem Marokko die Niederlande im Elfmeterschiessen schlug
Dreimal volles Haus und durchschnittlich 99,9 % Kapazitätsauslastung bei Monterreys zweiter WM
FIFA Fan Festival™ im Parque Fundidora noch bis zum Finale am 19. Juli geöffnet
Monterreys ereignisreicher Auftritt als Spielort der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ war geprägt von viralen Szenen und einem einmaligen Meilenstein. Zum Abschluss gab es im Sechzehntelfinale noch eine fesselnde Partie zwischen zwei Titelanwärtern.
Die Hauptstadt des mexikanischen Bundesstaats Nuevo León und bekannte nordamerikanische Fussballhochburg ist nach Guadalajara der zweite Spielort, der sich aus dem Turnier verabschiedet. Zum Schluss kam es am Montagabend, 29. Juni, im mit 51.243 Zuschauern ausverkauften Monterrey-Stadion noch einmal zu einem absoluten Höhepunkt, als Marokko gegen die Niederlande spät zum Ausgleich kam und sich dann im Elfmeterschiessen durchsetzte.
Das spannende K.-o.-Spiel war die vierte Partie der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™, die hier ausgetragen wurde, und insgesamt das 12. WM-Spiel an diesem Spielort. In Monterrey hatten nämlich bereits acht Spiele der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Mexiko 1986™ stattgefunden, fünf davon im Universitario-Stadion und drei im Technológico.
Obwohl das Monterrey-Stadion die Heimspielstätte von CF Monterrey ist, dem Erfolgsklub, der für seine ausgeprägte Rivalität mit dem Nachbarn UANL Tigres bekannt ist, kamen die gesamte Stadt und Region hier zusammen, um gemeinsam die bahnbrechende FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ zu feiern. Von den vier Spielen in Monterrey waren drei komplett ausverkauft. Durchschnittlich 51.179 Zuschauer füllten die Ränge, was einer Auslastung von 99,9 % entspricht.
Die Kulisse des Monterrey-Stadions zog nicht nur die Zuschauer auf den Tribünen in den Bann, sondern auch die Fans auf der ganzen Welt. Berichte, Fotos und Social-Media-Posts des imposanten Cerro de la Silla, der direkt hinter dem Stadion aufragt, sind zu einem Markenzeichen dieser WM geworden, und sicher werden über diesen Spielort noch viele WM-Geschichten erzählt werden. Das Stadion wurde im August 2015 eröffnet und war im März 2026 im Vorfeld der WM bereits Kulisse von zwei interkontinentalen Play-off-Spielen, nach denen sich Irak mit einem Finalsieg gegen Bolivien das WM-Ticket sicherte.
Bei zwei WM-Spielen in Monterrey (darunter das Sechzehntelfinale) war auch Matías Almeyda, der neue Cheftrainer von CF Monterrey, unter den Zuschauern. Der ehemalige Mittelfeldspieler hatte mit seinem Heimatland Argentinien an der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Frankreich 1998™ und der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Korea/Japan 2002™ teilgenommen und blickt mittlerweile auf eine lange und erfolgreiche Trainerkarriere zurück. Unter anderem trainierte er drei Jahre den bekannten mexikanischen Spitzenklub CD Guadalajara, mit dem er zahlreiche Titel errang.
„Dieses Stadion [in Monterrey] ist beeindruckend“, so Almeyda. „Ich möchte [die Verantwortlichen] zu dem beglückwünschen, was sie aus dieser Spielstätte gemacht haben. Obwohl ich eine Weile weg war, bin ich immer noch Teil der Fussballwelt und es freut mich immer, so etwas zu sehen.“
Das erste Spiel der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ in Monterrey fand am 14. Juni, dem vierten Turniertag statt. In einer Partie der Gruppe F beeindruckte Schweden beim 5:1-Auftaktsieg gegen Tunesien mit einer Glanzleistung. Der Schwede Yasin Ayari, dessen Vater aus Tunesien stammt, erzielte das erste und das letzte Tor der Partie.
Monterrey, Spielort des 1000. WM-Spiels, verabschiedet sich nach vier denkwürdigen Spielen aus dem Turnier
Sechs Tage später kam Monterrey die ehrenvolle Aufgabe zu, das 1000. Spiel der 96-jährigen WM-Geschichte auszurichten. FIFA-Präsident Gianni Infantino sah sich das Jubiläumsspiel in Begleitung der japanischen Prinzessin Hisako Takamado und weiterer Würdenträger und FIFA-Legenden an. Japan wuchs mit einem 4:0-Sieg gegen Tunesien über sich hinaus und konnte damit dank eines Doppelpacks von Stürmer Ayase Ueda den ersten Sieg in diesem Turnier verbuchen.
Beim letzten Gruppenspiel im Monterrey-Stadion setzte sich Südafrika am Mittwoch, 24. Juni, mit 1:0 gegen die Republik Korea durch. Thapelo Maseko sorgte mit seinem Siegtreffer in der 63. Minute für den erstmaligen Einzug der Bafana Bafana in die K.-o.-Runde.
Damit war alles bereit für den epischen Schlussakkord zwischen Marokko und den Niederlanden – der einzigen Sechzehntelfinalpartie zwischen zwei Top-10-Teams der FIFA/Coca-Cola-Männerweltrangliste. Das Duell wurde den Erwartungen mehr als gerecht, als die Oranje und die Atlaslöwen sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten – mit je einem Treffer im zweiten Durchgang. Dabei blieb es auch in der Verlängerung, und Marokko, das vor vier Jahren in Katar spektakulär ins Halbfinale eingezogen war, setzte sich schliesslich in einem an Spannung kaum zu überbietenden Elfmeterschiessen mit 3:2 durch
Obwohl in Monterrey nun keine weiteren Spiele mehr stattfinden, geht das Fussballfest beim FIFA Fan Festival™ im Parque Fundidora noch bis zum Finale am 19. Juli weiter. Die quirlige und unterhaltsame Veranstaltung konnte an den ersten 18 Turniertagen schon 809.000 Besucher verzeichnen, hinter Mexiko-Stadt die zweithöchste Zahl.
„Mexiko hat die Geschichte der [FIFA] Fussball-Weltmeisterschaft entscheidend mitgeprägt. In diesem Land, in dem Pelé und [Diego] Maradona zu Weltmeistern gekrönt wurden, ist man auf solche Veranstaltungen gut vorbereitet, besonders weil die Mexikaner es so gut verstehen, ihre Kultur und Gastfreundschaft zu präsentieren. Deshalb hat dieses Land für mich immer Vorbildcharakter“, so Almeyda. „Die Stadien sind einwandfrei, und hier herrscht beim Fussball immer eine wahre Festivalatmosphäre – genau wie es sich für eine WM gehört.“