Neukaledoniens Vorbereitungen auf die erste Teilnahme an einer FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft™
Qualifikation als Ergebnis jahrelanger Arbeit und Investitionen in den Fussball
FIFA-Förderprogramme als Motor der positiven Entwicklung
Am 7. September 2026 wird der neukaledonische Fussballverband (FCF) ein neues Kapitel seiner Geschichte aufschlagen, wenn die Filles Cagous bei der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft™ in Polen ihr Debüt geben. Noch nie zuvor hatte sich Neukaledonien für ein globales FIFA-Frauenturnier qualifiziert.
Dieser historische Erfolg ist das Ergebnis langjähriger Entwicklungsarbeit im neukaledonischen Fussball, die durch FIFA-Programme und -Initiativen gezielt gefördert wurde.
Ein zentraler Pfeiler dieser Entwicklung ist die FCF-Akademie, deren Frauenabteilung seit 2019 besteht, jene der Männer seit 2022. Mit Unterstützung der FIFA und der ozeanischen Fussballkonföderation (OFC) vereint sie die vielversprechendsten Talente Neukaledoniens, die ab dem Alter von 13 Jahren über ein landesweites Sichtungsprogramm entdeckt werden, und bietet ihnen Fördermassnahmen wie Trainingslager im Ausland. Zusätzlichen Schub erhielt diese Entwicklung noch im selben Jahr durch die Einführung des FIFA-Talentförderprogramms.
FIFA-Talentförderprogramm: Neukaledonien
Die Akademie hat sich zu einem wichtigen Entwicklungspfad für die Nationalteams Neukaledoniens entwickelt. Sie liefert Spieler für die Herrenmannschaft, die bei der FIFA U-17-Weltmeisterschaft Indien 2017™ ihr Debüt bei einem FIFA-Turnier feierte, 2023 auf dieselbe Bühne zurückkehrte und 2025 in Chile erstmals an einer FIFA U-20-Weltmeisterschaft™ teilnehmen wird. Nun ebnet die Akademie auch jener Generation von Spielerinnen den Weg, die Neukaledonien in Polen vertreten wird.
„Das FIFA-Talentförderprogramm gehört zweifellos zu den bedeutendsten FIFA-Förderprogrammen in Neukaledonien. Dank der Vision von Präsident Gianni Infantino und Arsène Wenger [FIFA-Direktor für globale Fussballförderung] erhalten junge Talente auf der ganzen Welt die gleichen Chancen auf eine erfolgreiche Entwicklung, unabhängig von ihrer Herkunft oder der Grösse ihres Verbands“, sagte FCF-Präsident Steeve Laigle.
„Mit der Expertise und Unterstützung der FIFA konnten wir die Talentsichtung, unsere Akademien, unsere Wettbewerbe und unsere Nationalteams stärken. Das Programm hat zu historischen Erfolgen beigetragen, darunter zur erstmaligen Qualifikation für eine FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft, und gleichzeitig mehr jungen Menschen den Weg zu ihrer sportlichen Entfaltung geebnet.“
Einer dieser Menschen ist Julia Honakoko. Als Absolventin der Akademie steht die junge Stürmerin exemplarisch für den nachhaltigen Förderweg, den der FCF geschaffen hat. Im vergangenen April schrieb sie Geschichte, als sie bei der FIFA Series™ gegen Indonesien als erste Spielerin Neukaledoniens gegen ein Team ausserhalb Ozeaniens traf.
„Die wichtigste Lektion, die ich an der Akademie gelernt habe, ist, dass Talent zwar Türen öffnen kann, man sich auf höchstem Niveau aber nur mit Fleiss, Disziplin und Beständigkeit behaupten kann“, erklärte sie. „Ausserdem habe ich gelernt, dass niemand allein Fortschritte macht. Eine Spielerin mag noch so talentiert sein, doch sie braucht Mitspielerinnen, Lehrpersonen, Trainer, Funktionäre, ihre Familie und all jene, die den Fussball überhaupt erst möglich machen. Fussball ist nicht nur auf dem Platz ein Teamsport, sondern auch daneben.“
Dieser Gemeinschaftsgedanke prägt auch die Arbeit des FCF und der FIFA. „Durch gezielte Initiativen zur Talentsichtung in ganz Neukaledonien hilft uns die FIFA dabei, junge Talente zu identifizieren und zu fördern. Diese Basisarbeit ist das eigentliche Sprungbrett für unsere Jugendnationalteams und bereitet mit grosser Sorgfalt die künftigen Führungspersönlichkeiten unseres Fussballs vor“, ergänzte Steeve Laigle.
Dank dem FIFA-Forward-Programm reicht diese Entwicklung weit über die Talentsichtung und die Spielerförderung hinaus. Sie wird durch eine stärkere Infrastruktur und wettbewerbsfähigere nationale Wettbewerbe getragen. Die FCF-Akademie wurde modernisiert, um optimale Bedingungen für Training, Wettbewerbe sowie die Weiterentwicklung der Spielerinnen und Spieler sowie des Betreuungspersonals zu schaffen. Mit Mitteln aus dem FIFA-Forward-Programm konnten zudem die nationalen Fussball- und Futsalwettbewerbe der Männer, Frauen und Nachwuchskategorien gestärkt sowie die Aktivitäten und Auslandsreisen der Nationalteams finanziert werden.
Die Unterstützung der FIFA hat zudem die administrativen Grundlagen des Fussballs in Neukaledonien gestärkt. Dank dem FIFA-Forward-Programm konnte der FCF seinen neuen Hauptsitz errichten, seine Aktivitäten an einem Ort bündeln und die Steuerung der Fussballförderung in ganz Neukaledonien stärken. Das Gebäude wurde im August 2023 von Präsident Gianni Infantino bei seinem Besuch in Neukaledonien eingeweiht und steht zugleich für das Bestreben der FIFA, auf allen Ebenen tragfähige Strukturen zu schaffen.
Laigle brachte diese langfristige Vision auf den Punkt: „Dank der strategischen und finanziellen Unterstützung der FIFA gestalten wir die Zukunft des neukaledonischen Fussballverbands Schritt für Schritt, von unseren Stammes- und Nachbarschaftsplätzen über die Nationalteams bis hin zu internationalen Wettbewerben.“
Für den FCF gilt es nun, diesen Erfolgen eine nachhaltige Wirkung zu verleihen. „Der neukaledonische Fussballverband verfügt über einen aussergewöhnlichen Talentpool. Mit der anhaltenden Unterstützung der FIFA und dank dem Engagement unserer Ausbildenden, ehrenamtlichen Helfer und Funktionäre bauen wir unseren wachsenden, inklusiven und ambitionierten Verband weiter aus“, schloss der FCF-Präsident.