Mittwoch 10 Juni 2026, 20:40

FIFA-Ratsausschuss verabschiedet neues Regelwerk für globales Fussballtransfersystem

  • Neues Regelwerk nach wegweisender Einigung mit wichtigen Interessengruppen, einschliesslich Spielervereinigungen (FIFPRO), Klubs (EFC) und Ligen (WLA) sowie unter konstruktiver Beteiligung der CONMEBOLund der UEFA verabschiedet

  • Innovative Regelungen und neue Konzepte zum Ausgleich der Interessen von Spielern und Klubs

  • Inkrafttreten des neuen FIFA-Reglements bezüglich Status und Transfer von Spielern am 1. Januar 2027

Nach mehrmonatigen erfolgreichen Verhandlungen zwischen der FIFA, Spielervertretern (FIFPRO), Klubs (EFC) und Ligen (WLA) unter konstruktiver Beteiligung der CONMEBOL und der UEFA hat der FIFA-Ratsausschuss heute die neue Fassung des FIFA-Reglements bezüglich Status und Transfer von Spielern sowie Änderungen am FIFA-Disziplinarreglement, FIFA-Governance-Reglement und an der Verfahrensordnung für das Fussballgericht verabschiedet. Die wichtigsten Änderungen treten am 1. Januar 2027 in Kraft.

Das neue Regelwerk trägt den zusätzlichen Bedürfnissen des globalen Transfersystems Rechnung und sorgt für ein angemessenes Gleichgewicht zwischen den Rechten von Spielern und Klubs, wobei die vom Gerichtshof der Europäischen Union im Fall Diarra festgelegten Grundsätze berücksichtigt wurden. Die neuen Regelungen schaffen einen objektiven, transparenten, diskriminierungsfreien und verhältnismässigen Rahmen für das globale Transfersystem und sämtliche Teilnehmenden.

Das neue FIFA-Reglement bezüglich Status und Transfer von Spielern sieht zahlreiche Neuerungen vor, die sich überaus positiv auf die Arbeitsbedingungen sowohl der Spieler als auch der Klubs auswirken dürften, allen voran die grundlegende Anpassung hinsichtlich des Erlasses künftiger Änderungen. So werden die Rahmenbedingungen für das Arbeitsverhältnis zwischen Spielern und Klubs auf internationaler Ebene in allen Fällen ausschliesslich im Konsens zwischen allen Sozialpartnern festgelegt, wobei die FIFA die Aufsicht über das globale System übernimmt. Das Reglement hat sich damit zu einem kollektiven Rahmenwerk weiterentwickelt, das auf dem sozialen Dialog zwischen den anerkannten Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern basiert und den klaren Anspruch hat, zu einem internationalen Tarifvertrag zu werden – dem ersten seiner Art im internationalen Sport.

Im Oktober dieses Jahres findet eine spezielle Onlineausgabe der FIFA-Fussballrecht-Jahrestagung statt, bei der Vertreter der FIFA, der FIFPRO, der EFC und der WLA den neuen Rechtsrahmen der weltweiten Gemeinschaft der Fussballjuristen vorstellen und darlegen.

Die FIFA dankt allen beteiligten Interessengruppen für die Unterstützung und Zusammenarbeit in den letzten Monaten sowie für die zahlreichen Vorschläge, die die bislang bedeutendste Reform des FIFA-Reglements bezüglich Status und Transfer von Spielern seit dessen Erlass 2001 möglich gemacht haben.

Weitere Informationen zu den technischen Aspekten des FIFA-Reglements bezüglich Status und Transfer von Spielern sind unter der Rubrik „Transfersystem 2027“ auf FIFA.com zu finden.