Offlinetests mit „Ball im Aus“-Technologie während des gesamten Turniers
Einsatz der „Echtzeit-3-D-Rekreation“-Technologie zur Erstellung von virtuellen Bildern für Video-Schiedsrichterassistenten
Schnellere Abseitsentscheidungen dank weiterentwickelter halbautomatischer Abseitstechnologie
Im spektakulären Finale des von Aramco präsentierten FIFA Interkontinental-Pokals Katar 2025™ am Mittwochabend schrieb Paris Saint-Germain Geschichte. Als erster französischer Klub sicherte sich das Team eine FIFA-Trophäe. Das Turnier bot auf dem Platz nicht nur beste Unterhaltung, sondern auch die Möglichkeit, Fussballtechnologie zu testen. Spieloffizielle sollen so noch besser unterstützt werden und Spiele bestmöglich leiten können.
Die FIFA nutzte das Turnier in Katar, um diverse Innovationen zu testen. Dank dem elektronischen Leistungs- und Aufzeichnungssystem, das 16 optische Kameras unter dem Stadiondach nutzt, erhielten die Spieloffiziellen in Echtzeit Abseitsmeldungen, die auf 29 Datenpunkten pro Spieler, die 50-mal pro Sekunde erfasst werden, und der genauen Position des Balls basieren. Die offiziellen Spielbälle waren zudem mit einem Sensor ausgestattet, der pro Sekunde 500 IMU-Datenpunkte liefert und dem Video-Schiedsrichterassistenten (VAR) so dabei hilft, den Kontakt des Spielers mit dem Ball und den genauen Moment des Spielens des Balls zu ermitteln. Dank dieser Technologie konnten die Spieloffiziellen bei Abseitssituationen schnell und korrekt entscheiden und wurden bei etwaigen Vergehen des Torhüters bei Strafstössen automatisch informiert.
Neben erstmaligen Offlinetests mit der „Ball im Aus“-Technologie gab es auch Tests mit der „Echtzeit-3-D-Rekreation“-Technologie, die dem VAR zwei virtuelle Signale mit der Perspektive der beiden Torhüter zur Verfügung stellt.
Getestet wurden diese Innovationen beim FIFA Derby of the Americas zwischen Cruz Azul und dem CR Flamengo, beim FIFA Challenger Cup zwischen dem CR Flamengo und dem Pyramids FC sowie beim Finale des FIFA-Interkontinental-Pokals 2025™ zwischen Paris Saint-Germain und dem CR Flamengo.
Die „Ball im Aus“-Technologie, die von der Football Technology Centre AG, einem Joint Venture der FIFA mit Hawk-Eye Innovations, entwickelt wurde, verwendet die gleichen Datenpunkte und Konfigurationen wie die weiterentwickelte halbautomatische Abseitstechnologie und soll dem VAR schnell mitteilen, ob der Ball im Vorfeld eines Tors aus dem Spiel war oder nicht. Eine Szene in der ersten Halbzeit des Finales des FIFA-Interkontinental-Pokals™, bei der der Ball das Spielfeld verlassen hatte, bevor ein Tor erzielt wurde, lieferte gute Gründe dafür, warum diese neue Technologie künftig zum Einsatz kommen soll.
Die „Echtzeit-3-D-Rekreation“-Technologie lieferte bei diesem Turnier zwei virtuelle Signale, die die Perspektive der beiden Torhüter zeigen. Dies bot dem VAR und den TV-Zuschauern wertvolle Einblicke in Situationen, in denen überprüft werden musste, ob ein Spieler in der Sichtlinie stand oder ob der Ball im Aus war. Der VAR konnte so einfacher entscheiden, während die TV-Zuschauer die Entscheidungen des Schiedsrichters besser nachvollziehen konnten.
Die weiterentwickelte halbautomatische Abseitstechnologie, die bereits bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™ sowie bei anderen FIFA-Turnieren auf der ganzen Welt offiziell getestet worden war, kam erneut zum Einsatz. Dieses System warnt die Schiedsrichterassistenten in Echtzeit mit einem akustischen Signal, wenn auf dem Spielfeld eine potenzielle Abseitsstellung vorliegt, und beschleunigt so den Entscheidungsprozess bei Abseitssituationen erheblich. Dies war etwa in der Partie Cruz Azul gegen den CR Flamengo zu beobachten, als bei einem Tor eine Abseitsstellung sofort angezeigt wurde, die ohne grosse Verzögerung bestätigt wurde.
Eine andere Technologie, die bereits bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022™ und der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2023™ zum Einsatz gekommen war, nutzte dieselben Trackingdaten während des Elfmeterschiessens im Finale, um potenzielle Vergehen der Torhüter zu erkennen.